Katholische Information 3/2010 (Vierteljahres-Pfarrbrief der „Heiligen Familie/Grohn“)

Eine Klangoase erleben
Am Samstag, den 28. August 2010, trafen wir, eine Handvoll Frauen und ein Mann, uns mit Wolfram Spiegel und seinen zahlreichen Instrumenten. Vorher hatte ich nur eine vage Vorstellung, es würde etwas mit Klangschalen gemacht – eine völlig unzureichende Vorstellung, wie sich bald herausstellte. Zum Einstieg hörten wir zwar noch auf die Töne der Klangschale, aber das war nur, um in die Stille zu finden. Die vielen Instrumente, die um uns ausgebreitet lagen, waren nicht zum Anschauen gedacht, sondern warteten auf uns zum Ausprobieren! Da gab es Rhythmusinstrumente wie Trommeln und Klanghölzer aller Art, die abenteuerlichsten Flöten aus Osteuropa und Südamerika, unterschiedlichste einfache Streichinstrumente, sowie eine Harfe, die es garantiert nur einmal gibt oder eine Leier. Muss ich extra erwähnen, dass man die klassischen Instrumente vergeblich suchte? Stattdessen gab es so seltsame Dinge wie Trommeln mit einer Metallspirale oder merkwürdig anzusehende Klangkörper, die man mit einem Bogen oder Klöppel spielen konnte und dabei die ungewöhnlichsten Töne erzeugte. Und wir konnten alle diese Musikinstrumente spielen, ausprobieren, erforschen. Wir spielten sie allein, zu zweit , zu dritt, wir erfanden Geschichten damit oder lauschten nur der Musik, die sich aus alldem ergab. Für mich war es ein ungeahnt schöner und reicher Tag. Wie von selbst war ich ganz in diese Musik hineingefallen und fühlte mich in unseren Tönen und Klängen vollkommen zuhause. Klangoase – ein besseres Wort gibt es gar nicht dafür. Ich habe erlebt, wie bereichernd und heilend „selbstgemachte“ und völlig freie Musik sein kann, und das Schönste ist: Es funktioniert ohne die geringsten Vorkenntnisse!

Ulrike Leim (Verden/ Aller)

 

Gemeindebrief der Region Mitte im Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen, Heft 6/ Ausgabe 1-2010

„Oase – ein Ort, an dem in besonderem Maße Leben möglich ist; Leben – ruhig werden, etwas von mir selbst spüren. So haben wohl einige Teilnehmer(innen) den Nachmittag mit dem erfahrenen Musikpädagogen, Herrn Spiegel, erlebt.
Er kam mit fast 100 Instrumenten, aus vielen Ländern zusammengetragen. Oberstes Motto: Du brauchst dich nicht zu profilieren, du kannst keine Fehler machen, nur hören, ausprobieren, auch aufeinander hören, möglichst wenig reden.
Wir durften uns mit all den Streich-, Zupf-, Schlag- und Blasinstrumenten vertraut machen, eins zu unserem Favoriten erklären, der Runde vorstellen und mit zwei anderen „Musikanten“ einen Zusammenklang probieren. – Wir waren begeistert, es hat uns gut getan!
Frau Astrid Warner bereitet diese Treffen der RPAG vor, spürt immer wieder gute Referenten zu anregenden Themen auf. Sie verdient ein anerkennendes und ermutigendes ‚Danke‘!“

Marie-Luise Goihl

 

Maschseebote 2/2010, Offizielles Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft Döhrener Vereine von 1954 e.V., 36. Jg., Verlag Wolfgang Hoffmann

„ … Wolfram Spiegel, ein Klangpädagoge, hatte mitgewirkt beim „Döhrener Kulturlustwandeln“ und seine unterschiedlichsten Klangkörper im Rahmen von Workshops interessierten Besuchern zur Verfügung gestellt. Im Büro von Kurt KREIPE hatte sich die Gruppe mit den Instrumenten vertraut gemacht und sie dann vorsichtig durch das alte Treppenhaus in den Hof und in den Garten getragen. Es war Spätsommer. Die großen, efeuumrankten Bäume, der schmale Wasserlauf mit dem Steg, der kleine Teich und der Wasserfall sowie die verschiedenen lauschigen Ecken waren die stimmungsvolle Umgebung, in welchem jeder Teilnehmer mit seinem Instrument „spielte“ und die hellen, zarten und dunklen Töne, korrespondierend mit der Natur, durch den Garten klangen. …“

Sunnhild Reinckens

 

Ein Brief vom 05.08.2009 im Anschluss an die 23. Holthausener Musische Werkwoche

Lieber Wolfram,
jetzt kommen wieder Klänge aus dem familiären Umfeld ins Ohr, bald kommen die Klänge aus der Schule dazu. Klangwelten ändern sich und auch in uns/mir verändert sich wieder etwas.
Gern denke ich an die intensive Werkwoche zurück. Die Klangerfahrungen, die Resonanzen, haben Veränderungen bewirkt, eine intensivere Zuwendung, ein genaueres Hinhören, eine Sensibilisierung, nicht nur in Hinsicht auf die Klangquelle, sondern auch auf den Verursacher, die Person.
Wenn ich an den Text "Alles ist Klang" zurückdenke:
Was ist im Innersten der Atome? - Schwingungen.
Was bewirken diese Schwingungen? - Resonanzen.
Beide durchdringen, "durchklingen" uns (= per-sonare).
Führt uns das zum Wesen eines Individuums, zur Person?
Selbst wenn ich Person ethymologisch auf "Maske" zurückführe, könnte der Vergleich standhalten, denn je nach Klang und Klangquelle verändere ich mich.
Es war jedenfalls eine lohnenswerte Erfahrung.
Dafür nochmals meinen ganz herzlichen Dank.

Gregor A. Zumholz

 

Erfahrungsericht von Sabine Ackermann zum Workshop am 07.11.2006 in Cuxhaven

Bei Betreten des Raumes empfängt mich der wohltuende Duft von weißem Salbei und Lavendel, eine ausgesprochen angenehme Überraschung! In der Mitte des Raumes ein kreisrundes samtblaues Tuch mit einer weißen kristallinen Klangschale, eingetaucht in die Regenbogenfarben eines zarten Seidentuches. Darum herum ein Kreis von Decken und Sitzkissen, die dazu einladen, einen Platz in diesem Kreis einzunehmen. In den vier Himmelsrichtungen vier sorgsam vorbereitete und farblich ansprechend gestaltete Tisch- bzw. Bodenauslagen mit einer fast überwältigenden Fülle an kostbaren Instrumenten und Klangkörpern unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Herstellungsart, die zu Beginn des Workshops von Wolfram Siegel vorgestellt werden: Im Osten eine Fülle an Klangschalen und verschiedenen Instrumenten aus Metall, die aufgrund ihrer Herstellungsart in Verbindung mit Feuer dem Feuerelement zugeordnet sind. Im Süden unterschiedliche Rasseln, Daumenklaviere und ähnliche rauschende, tröpfelnde und rhythmische Klänge erzeugende Instrumente, die dem Element Wasser zugeordnet werden. Im Westen Holzxylophone, Ballaphone und eine Reihe unterschiedlicher Fellinstrumente und Trommeln, dem Element Erde zugeordnet. Im Norden verschiedene Flöten und Seiteninstrumente wie Harfe, Monochord, Tambura, dem Element Wind zugeordnet.
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Böhme Zeitung Soltau vom 15.03.2006

"Wietzendorf. Im Rahmen eines Projektes zur Gewaltprävention war jetzt der Klangpädagoge Wolfram Spiegel zu Gast in der Klasse 4b der Grund- und Hauptschule Wietzendorf. Er hatte mehr als 70 außergewöhnliche Instrumente, auch Klangwesen genannt, mitgebracht und in der Klasse aufgebaut. Das Kennenlernen und Erkunden dieser Klangwesen war für die Kinder sehr spannend, und sie zeigten viel Spaß und Phantasie dabei. Unter dem Motto "Mich selbst, den anderen und die Gruppe wahrnehmen" übten die Kinder, sich mit Hilfe eines Musikinstrumentes auszudrücken, der Musik der anderen genau zuzuhören und mit eigenen Tönen zu antworten. Grundlagen der Gewaltprävention, wie miteinander reden, genau zuhören und aufeinander eingehen wurden auf musikalische Weise umgesetzt. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Kreispräventionsrat des Landkreises Soltau-Fallingbostel."

 

aus "Die Glocke", Nr. 52 vom 1. Juli 2003

Der Wahrener Kirchenanzeiger der ev.-luth. Gnadenkirche Wahren mit Stahmeln

 

".Diesmal war nun ein Musikworkshop angesagt mit dem Titel "Spielt dem Herrn ein neues Lied". Wir waren etwa 15 Leute der Gemeinde, die sich darauf einließen. Mit gemischten Gefühlen, aber sehr gespannt, erwarteten wir nun, was da kommen würde. Wir waren völlig überrascht, was für ein Angebot an Instrumenten vor uns lag . Als wir dann die unterschiedlichsten Töne darauf hervorlockten, erst mal nur so zum Kennenlernen, kam Begeisterung auf. Wir hatten Feuer gefangen . In dem Zusammenspiel von Musik und Texten, die Gottfried Schleinitz zu "Feuer, Erde, Wasser und Wind" für diesen Gottesdienst gemacht hatte, spürten wir intensiv, wie wir hineingenommen sind in diese Welt. Immer wieder neu erklangen beim Proben und auch im Gottesdienst die Improvisationen zu den Elementen - das Rauschen des Wassers, die Kraft der tragenden Erde, das Brausen und Klingen des Windes und die Wucht des Feuers .
(Ingrid Menzel / Dorle Schliebe)

 

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